1. Round Table für eine nachhaltige Kreativwirtschaft in der Gothic/Independent Szene war ein voller Erfolg
Es gibt viel zu tun – lassen wir es sein?
Wie viel ökologisches Engagement braucht die Independent Musikszene?
Seit einem Jahr macht die Gothic- und Independent-Szene mit einem unerwarteten Thema auf sich aufmerksam: Nachhaltig Feiern.
Jetzt fand parallel zum größten Szenefestival, dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig, am 23. Mai 2010 der erste Round Table für nachhaltige und klimaverträgliche Independent Musik- und Festivalbranche statt.
Im Zentrum dabei standen Erfahrungs- und Wissensaustausch, die Vorstellung schon umgesetzter, praktikabler Lösungen und die gemeinsame Entwicklung von Positionen und Ideen. Szeneübergreifend wurden intensiv Ideen für Tonträger-Produktion, Merchandising, LED-Beleuchtung für Clubs und Bühnen, Festivalorganisation, Eigenengagement der Künstler und kreative Publikumsaktionen diskutiert. Besonders gewürdigt wurde auch, die in dieser Form einmalige Plattform, welche das grüne Engagement von Künstlern, Unternehmen und Fans in der Independent-Szene zusammenführt.
Veranstaltet wurde der Round Table von der Initiative “Goth for Earth” mit Unterstützung der Berliner Green Music Initiative. Als besonderer Gast hielt Lucile Barras von Green Music einen Impulsvortrag zur Vison grüne Musik. Teilnehmer waren Künstler, Bands, Labels, Vertriebe, DJs, Veranstalter, Clubbetreiber und Musik-Initiativen – darunter Szenebands wie “Welle:Erdball”, “The Golden Apes”, “Art Noir” und Vertreter der Indie-Musikmesse (PopUp.
Honey von Welle Erdball zum Round Table: „Wir Musiker müssen dringend etwas tun und ich denke, die Hippies der Zukunft kommen aus der Schwarzen Szene. ‚Es wird nicht einfach, aber lustig’ – die Green Music Initiative hat es auf den Punkt gebracht. Wir brauchen Begeisterung statt einem moralischen Zeigefinger. Neben Bühnenauftritten und Songtexten kann eine Band mit Publikumsaktionen am meisten bewegen. Solche Aktionen müssen witzig sein und charmant umgesetzt werden, um die Fans zu motivieren. Dann bewegt sich auch etwas.“
„Aufgrund der positiven Resonanz und konkreten Anfragen wird sich oth for Earth noch mehr auf die Zusammenarbeit mit Bands konzentrieren und das Wissensportal ausbauen.“ Wir möchten möchten im Sommer noch viel bewegen. Dafür werden dringend weitere Mitstreiter im Bereich Webdesign, Programmierung und Redaktion gesucht.
Fragen, die gemeinsam diskutiert worden:
- Ist Ökologie in der Musikwirtschaft ein Thema für die Szene?
- Können wir uns Öko leisten?
Müllpfand, Festival-Carsharing, LED-Licht, Green Merchandise, Ökostrom, umweltschonende CD-Produktion. Wo tut sich was und welche Ansätze sind ökologisch, praktisch umsetzbar und wirtschaftlich sinnvoll? - Greener Festivals: Veranstalter, Bands, Besucher, Caterer, Aussteller – was können die einzelnen Gruppen dazu beitragen?
- Vorne dran statt nur dabei – Rolle und Möglichkeiten des Künstlers beim bewussten Umgang mit der Umwelt
- Radiohead, Coldplay zeigen wie Bandengagement ausschauen kann – wo steht die Independent-Szene gerade?
Das Programm
Um die Präsentationen herunterzuladen, bitte auf den Vortragstitel klicken.
- Jenny Ludwig / Kristin Kays
Wie grün kann schwarz werden? – die Initiative Goth for Earth
- Lucile Barras
Vision Green Music
Flyer der Initiative Goth for Earth
Flyer zur Veranstaltung zum Download.
Aktuelle Pressemitteilung zusammen mit Jacob Bilabel


